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By Helmut Thome

In quickly allen ökonomisch hoch entwickelten Ländern ist die Gewaltkriminalität in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts deutlich angestiegen - in Umkehrung eines langfristig rückläufigen developments individueller (außerstaatlicher) Gewaltanwendung seit Beginn der Neuzeit. Die Autoren entwickeln hierfür einen Erklärungsansatz, der vor allem von Norbert Elias' Zivilisationstheorie und Emile Durkheims Gesellschaftstheorie inspiriert worden ist. Sie präsentieren detaillierte Zeitreihen über die Entwicklung unterschiedlicher Formen der Gewaltkriminalität, die sodann in Beziehung gesetzt werden zu bestimmten Aspekten des ökonomischen und sozialen Strukturwandels in den drei Vergleichsländern, die ihrerseits auf Veränderungen des Integrationsmodus moderner Gesellschaften hinweisen. Die examine befasst sich insbesondere mit der Effektivität und Legitimität des staatlichen Gewaltmonopols, den wohlfahrtsstaatlichen Sicherungs- und Steuerungssystemen, Formen der Sozialkapitalbildung, ökonomischer und sozialer Ungleichheit, Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen, verschiedenen Aspekten einer zunehmenden Ökonomisierung der Gesellschaft, dem Wandel von Familienstrukturen und der Nutzung von Massenmedien und modernen Kommunikationstechnologien.

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Wir gehen davon aus, dass sich auf dieser Ebene ein erheblicher Teil seines Bedeutungsumfangs in ein Konzept der "Handlungsfähigkeit" (bzw. 3 skizzieren. Durkheims Idee einer chronischen Anomie und das darauf aufbauende strukturelle Anomie-Konzept von Merton werden in unsere Analysen zur Erosion des kooperativen Individualismus in Kap. 6 einfließen. Auch Durkheims Annahme, dass dem sozialen Wandel per se (weitgehend unabhängig von seiner Verlaufsrichtung) ein kriminogenes Potential innewohne, spielt in unserem Erklärungsschema eine wichtige Rolle.

Den Angehörigen bestimmter Gruppen Beschränkungen individueller Autonomie und Selbstentfaltung auferlegen, die hinter das entwicklungsgeschichtlich erreichte Niveau sozialer Differenzierung und Produktivkraftentwicklung zurückgehen. An der Wende zum 20. Jahrhundert glaubte Durkheim, dieser Typus sei nur noch von historischem Interesse; die Diktaturen des 20. Jahrhunderts und die diversen Schübe einer "Entsakralisierung" des Individuums hat er nicht vorausgesehen24. 24 38 Vielleicht lässt sich in Durkheims „Fatalismus“-Konzept ein Ansatzpunkt finden, den evolutionistischen Duktus seiner Theorie abzuschwächen.

Moral aber setzt nicht nur selber Grenzen, sondern beruht auch auf allgemein anerkannten Grenzen, insbesondere auf der Unterscheidung zwischen dem, was durch Natur oder göttliche Fügung (Schicksal, Zufall) gegeben ist, und dem, was der Mensch aus freien Stücken wählen kann und zu verantworten hat31. Die gentechnischen Möglichkeiten und neurophysiologischen Erkenntnisse lassen die Grenze zwischen Schicksal und Verantwortung, physiologischer Zwangshandlung und freier Willensentscheidung verschwimmen.

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