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By Arnold Wolff

Mitten in der hartesten Nachkriegszeit, als starvation, Demontage und Schwarzhandel die Schlagzeilen beherrschten, erschienen plotzlich in den dUnnen, einblattrigen Zeitungen wieder Mel dungen Uber archaologische Entdeckungen. Unter dem Kolner Dom, so wurde berichtet, sei ein zweiter, ein unterirdischer Dom ausgegraben worden. Es ist heute kaum vorsteZZbar, wie diese Nachrichten die males schen jen er Tage erregten, und es ist nicht Ubertrieben, wenn guy behauptet, dae dieser erste, frUhe Ruhm der Domgrabung heute noch anhangt. Inzwischen sind mehr aZs 35 Jahre ver gangen, und immer noch wird unter dem Kolner Dom gegraben. Nach wie vor werden geduldig und zah Schnitte angelegt, Erd massen durchgesiebt und Funde kataZogisiert. Zwar macht die Domgrabung keine SchZagzeiZen mehr, doch bei zwei wichtigen Gruppen ist sie aktuell geblieben: bei den Archaologen und bei der KoZner BevoZkerung. Die ers teren haZten sie fUr eine der wichtigs te Unternehmungen zur Mitte l. a. lter-Archao logie sei t Kriegsende, die zweiten drangen sich zu den FUhrungen, die die wenigen Sachkenner mit kZeinen Gruppen durch die engen Schachte und TunneZ veranstaZten. Allein im Jahre 1980 dUrf ten uber Zo.ooo Menschen die Grabung gesehen haben.

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Die Gesamtbreite von au~en bis au~en beträgt etwa 28,75 m. Die Apsiden sind nur wenig eingezogen und öffnen sich in einer Weite von etwa 11 ,30m zu den mittleren Querhausquadraten. Die Gesamtlänge des Grundrisses beträgt von Chorscheitel zu Chorscheitel etwa 95,70 m, die Gesamtbreite im Querhaus etwa 41,40 m. Die insgesamt vier Nebenapsiden an den Ostseiten der Querhäuser gehören wie die Fundamente der Türme in den Winkeln zwischen Westchor und Westquerhaus eindeutig zur Periode VII a. 214 Die Tiefe der Fundamente ist recht unterschiedlich.

Hingegen gibt es keinen Hinweis, da~ nach der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts noch neu gegründete Kirchen mit alleinigem Westchor gebaut worden wären. Somit erscheint eine Datierung der frühesten fa~baren Anlage in Köln in die ers te Hälfte des 4. Jahrhunderts vertretbar (59). 527 Dies wird durch archäologische Funde bestätigt. In der Südwestecke des Atriums, unmittelbar vor der Ostfassade der Kirche , wurde näml ich e in Brunnen (Nr. 921) entdeckt, der von der Höhe 51 ausgehend eine Tiefe von 14 m hat.

Chr. gibt. Dies ist umso bedeutsamer, als es auch eine Baunachricht enthält. Carentinus habe nämlich, so hei~t es, die "Kirche der Goldenen Heiligen" (= St. ) Emporen eingebaut, "damit sie mehr Gläubige fasse" (52). 516 Erst unter Bischof (Erzbischof) Kunibert (etwa 626 bis 648) wird erstmals erwähnt, da~ die Kirche von Köln dem hl. Petrus geweiht sei (53). Es ist heute kaum noch daran zu zweifeln, da~ diese Bischofskirche auf dem Domgelände lag. 521 Es ist bisher nicht gelungen, irgendwelche Baureste aus vorkonstantinischer Zeit, genauer gesagt aus der Zeit vor dem Mailänder Edikt von 313 n.

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